BARF richtig aufteilen: So verteilst du die Tagesration deines Hundes sinnvoll

PawxBerry • 23. August 2026

BARF bedeutet nicht nur, die richtigen Zutaten auszuwählen - auch die Verteilung der Tagesration spielt eine Rolle.


Denn die Frage ist: Wieviel Fleisch, Innereien, Knochen bzw. Calciumquelle, Gemüse und weitere Bestandteile gehören eigentlich in den Napf?


🥩Die klassische Aufteilung beim BARF

Eine häufige verwendete Orientierung für erwachsene, gesunde Hunde ist:



- 70 - 80% tierischer Anteil

- 20-30% pflanzlicher Anteil


Dabei wird der tierische Anteil nochmals aufgeteilt. Eine mögliche Orientierung innerhalb der tierischen Komponenten ist:


- Muskelfleisch

- Pansen/Blättermagen

- Innereien

- RFK (rohe fleischige Knochen)


Wichtig: Diese Prozentenangaben sind keine universell gültige BARF-Regel. Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von Alter, Gesundheit, Gewicht, Aktivität und der gesamten Rationszusammensetzung ab.


🥕Und wie viel Gemüse?

Der pflanzliche Anteil kann beispielsweise aus Gemüse, etwas Obst und geeignete weiteren pflanzlichen Komponenten bestehen.


Dabei sollte nicht einfach möglichst viel Gemüse gefüttert werden. Entscheidend ist, dass die gesamte Ration bedarfsdeckend zusammengestellt wird.


Auch die Verdaulichkeit spielt eine Rolle: Gemüse sollte für Hunde in der Regel entsprechend vorbereitet, beispielsweise püriert oder gegart angeboten werden.


🦴Knochen sind nicht automatisch notwendig

Ein häufiger Irrtum ist: "BARF = Knochen"


Das stimmt so nicht.


Der Hund benötigt vor allem eine ausreichende Calciumversorgung. Diese kann beispielsweise über geeignete Knochen oder über ein passendes Calciumpräparat erfolgen.


Knochen sollten deshalb nicht einfach nach Gefühl in den Napf gegeben werden. Zu viel oder zu wenig Calcium kann problematisch sein.


⚖️Entscheidend ist nicht der einzelne Napf

Eine ausgewogene BARF-Ration muss nicht bei jeder Mahlzeit perfekt aussehen.


Wichtiger ist die Gesamtversorgung über einen geeigneten Zeitraum.


Ein Napf mit Fleisch und Gemüse bedeutet also noch lange nicht automatisch, dass der Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist.


🐶Welpen, Senioren und kranke Hunde brauchen besondere Aufmerksamkeit

Die einfache Prozentrechnung funktioniert nicht für jeden Hund gleichermaßen.


Bei Welpen und Junghunden verändern sich die Nährstoffbedürfnisse durch das Wachstum. Auch bei Senioren oder Hunden mit Erkrankungen kann eine individuelle Anpassung notwendig sein.


Gerade bei Erkrankungen wie Nierenproblemen, Pankreatitis oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen sollte die Ration nicht einfach nach einer allgemeinen BARF-Tabelle zusammengestellt werden.


🤍Fazit

BARF kann eine individuelle passende Fütterungsform sein. Damit dein Hund langfristig optimal versorgt wird, sollte die Ration jedoch berechnet und an seinen individuellen Bedarf angepasst werden.


Denn:


Nicht der volle Napf macht eine Ration ausgewogen - sondern die richtige Nährstoffversorgung.


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